HARDLEAF ist ein Holzpavillon im Quartiergarten Hard, einem Gemeinschaftsgarten in Zürich. Die Aufgabenstellung verlangte ein reziprokes Holztragwerk, das Schatten und einen Aufenthaltsort bietet – ohne festes Dach. Der Schatten entsteht stattdessen durch Kiwipflanzen, die über die Struktur wachsen.
Der Entwurf wurde von drei ETH-Masterstudierenden (Timo Feddern, Žan Kočunik, Alessia Martino) im Rahmen des Kurses Coding Architecture II (Gramazio Kohler Research) entwickelt und im Juni 2026 von einem Team aus 18 Studierenden gebaut. Die Geometrie basiert auf einem hexagonalen Netz und ergibt einen blattförmigen Grundriss, der die beschattete Fläche innerhalb der Vorgaben des Grundstücks (40 m² / 3.0 m Höhe) maximiert und den bestehenden Baumbestand erhält.
Materialvorgaben bestimmten das Tragsystem: Bei rund 300 Laufmetern verfügbarem Holz setzt der Entwurf auf Trockenbau und mechanische Verbindungen statt Verklebungen oder Schweissungen – die Struktur aus 182 Balken in 8 Modulen bleibt dadurch rückbaubar. Die Fundation über Stahl-Schraubpfähle folgt derselben Logik: reversibel, mit minimalem Eingriff in den Gartenboden.
LISDEM war technischer Berater des Vereins Quartiergarten Hard und Initiator der Zusammenarbeit mit der ETH Zürich.
- Ort
- Zürich
- Jahr
- 2026
- Status
- Gebaut
- Typ
- Infrastuktur
- Fläche
- 40m2
- Bauherrschaft
- Quartiergarten Hard
- Team
- Quartiergarten Hard x ETH Zürich (Course: Coding Architecture II, GKR)
- Rolle
- Berater
